Wirtschaftspsychologie Studium

Die Verbindung von Psychologie und Wirtschaft klingt spannend für dich? Damit hast du absolut Recht, denn das ist es auch. Und zum Glück gibt es auch einen passenden Studiengang dafür: Wirtschaftspsychologie! Wir haben hier alle Infos für dich – von den Voraussetzungen bis zu den Karriereaussichten.

Allgemeine Infos zum Wirtschaftspsychologie Studium

Das Wirtschaftspsychologie Studium vereint zwei spannende Bereiche miteinander: Wirtschaft und Psychologie. Der Studiengang ist noch relativ neu, entwickelt sich aber schnell und ist mittlerweile in der Hochschullandschaft etabliert. Sowohl staatliche als auch private Hochschulen bieten das Studium an und bereiten dich auf die unterschiedlichsten Aufgaben in einem Unternehmen vor.

Vor allem bei der Übernahme von Führungsaufgaben kannst du von dem psychologischen Fachwissen aus dem Studium profitieren, denn du kannst nach dem Studium die Zusammenhänge zwischen Individuum, Gesellschaft und Unternehmen besser einschätzen.

Tipp 1: Es muss nicht unbedingt der Studiengang Wirtschaftspsychologie sein. Gerade wenn dein Abischnitt vielleicht nicht so gut aussieht, solltest du dich auch nach klassischen BWL- oder General Management Studiengängen umgucken, denn diese bieten oft einen Schwerpunkt in Wirtschaftspsychologie an.

Tipp 2: Oft heißen die Studiengänge auch Business Psychology. Dabei handelt es sich ebenfalls um Wirtschaftspsychologie, allerdings ist der Fokus etwas internationaler und die Veranstaltungen (oder ein Großteil davon) finden in Englisch statt.

Auf einen Blick

Bachelor

Dauer: 6-7 Semester

Form:

  • Vollzeit
  • berufsbegleitendes Präsenzstudium
  • Fernstudium

Alle Infos zu den verschiedenen Studienformen

Abschluss:

  • Bachelor of Science (B.Sc.)

Infos zu den unterschiedlichen Bachelorabschlüssen

Besonderheiten: Häufig wird ein Pflichtpraktikum vorgeschrieben, manchmal auch ein Vorpraktikum.

Studierende stehen vor Whiteboard mit Post-Its und bearbeiten diese

Studieninhalte

Beim Wirtschaftspsychologie Studium handelt es sich um einen interdisziplinären Studiengang, denn es kommen sowohl betriebswirtschaftliche als auch psychologische Inhalte im Studium vor. Dadurch wird das Studium sehr abwechslungsreich, was dadurch verstärkt wird, dass du zusätzlich noch eigene Schwerpunkte wählen kannst, um dich zu spezialisieren.

Wie genau das Verhältnis von Wirtschafts- und Psychologie-Anteilen im Studium verteilt ist, hängt von der jeweiligen Hochschule ab. Daher schaust du dir im Vorfeld am besten die Studienverlaufspläne und Modulhandbücher genau an, um auch das passende für dich auszuwählen.

Übliche Wirtschafts-Module

  • Rechnungswesen
  • Grundlagen der Betriebswirtschaft
  • Marketing
  • Personalmanagement
  • Statistik

Übliche psychologische Module

  • Psychologie-Grundlagen
  • Sozialpsychologie
  • Arbeits- und Organisationspsychologie
  • Personalentwicklung
  • Pädagogische Psychologie

Mögliche Schwerpunkte

  • Personalpsychologie
  • Organisationsentwicklung
  • Markt- und Medienpsychologie
  • Wirtschaftsdiagnostik
  • Arbeitspsychologie

Voraussetzungen

Formal:

  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder
  • Fachgebundene Hochschule bzw. Fachhochschulreife (Fachabitur) oder
  • einen vergleichbaren Schulabschluss oder
  • eine bestimmte berufliche Qualifikation
  • evtl. Nachweis über bestimmte Englischkenntnisse
  • evtl. ein Vorpraktikum

Persönlich:

  • Mathematisches Grundverständnis
  • Analytische Fähigkeiten
  • Kommunikationsstärke
  • Führungskompetenz
Junge Frau sitzt an Laptop und lacht in Kamera

Numerus Clausus

Wie auch der Studiengang Psychologie ist auch Wirtschaftspsychologie sehr beliebt, weshalb es immer sehr viele Bewerber auf die Studienplätze gibt. Gerade staatliche Hochschulen setzen daher auf einen NC als Auswahlverfahren. Da es so viele Studienbewerber gibt, liegt der NC erfahrungsgemäß sehr hoch, dein Abischnitt sollte also am besten im Einser-Bereich liegen, denn auch die Wartesemester fallen ziemlich hoch aus.

Aber viele private Hochschulen bieten ebenfalls ein Wirtschaftspsychologie Studium an, sodass du trotzdem noch gute Chancen auf dein Traumstudium hast, auch wenn deine Noten nicht so überzeugend sind. Denn die privaten Anbieter setzen vor allem auf ihr eigenes Auswahlverfahren, das nicht nur nach den Noten geht. Da jede Hochschule ihr Verfahren selbst festlegen kann, informierst du dich am besten direkt bei der jeweiligen Studienberatung, wie der Ablauf genau ist.

NC-Beispiele für Wirtschaftspsychologie

Wir haben für dich einige NC-Beispiele der letzten Semester für Wirtschaftspsychologie herausgesucht, so kannst du dir einen schnellen Überblick verschaffen:

Hochschule

Studiengang

Semester

NC

Wartesemester

Ruhr-Uni Bochum

Wirtschaftspsychologie

Wintersemester 2017/18

1,4

11

FH Bielefeld

Wirtschaftspsychologie

Wintersemester 2017/18

1,6 (2 Wartesemester)

14 (3,3)

HS Darmstadt

Wirtschaftspsychologie

Wintersemester 2017/18

1,5

12

HS Osnabrück

Wirtschaftspsychologie

Wintersemester 2017/18

1,5

12

Bewerbung

An staatlichen Hochschulen bewirbst du dich oft über das zentrale Portal von Hochschulstart.de, die das Auswahlverfahren für die Hochschulen übernehmen. Du bewirbst dich also nicht direkt bei den jeweiligen Hochschulen, was das Bewerbungsverfahren etwas anders ablaufen lässt.

Bei privaten Anbietern sieht die Bewerbung schon etwas anders aus, denn dort bewirbst du dich direkt bei der Hochschule. Der weitere Verlauf hängt davon ab, wie das hochschulinterne Auswahlverfahren aufgebaut ist.

Fristen

Staatliche Hochschulen:

Sommersemester: bis 15. Januar
Wintersemester: bis 15. Juli

Private Hochschulen:

Private Hochschulen legen ihre Frist oft individuell fest, sodass der Termin variieren kann – manchmal werden Bewerbungsfristen auch zum Schluss noch mal verlängert.

Berufsperspektiven

Die Berufsaussichten sind so vielseitig wie das ganze Wirtschaftspsychologie Studium. Und vor allem erkennen immer mehr Unternehmen die Notwendigkeit von Wirtschaftspsychologen – nicht nur bei der Personalauswahl, sondern auch bei Fragen der Unternehmensstrategie. Du siehst also, dass du in den unterschiedlichen Bereichen einsetzbar bist.

Durch den Schwerpunkt, den du im Studium gewählt hast, kannst du dich aber auch schon früh auf einen Bereich spezialisieren und so von anderen Mitbewerbern abheben.

Mögliche Jobs und Arbeitgeber

  • Personalentwicklung
  • Marketing- und Werbepsychologe
  • Unternehmensberater
  • Training und Coaching
  • Gestaltung und Verbesserung von Arbeitsplätzen, -abläufen und -mitteln
  • Change Management

Gehalt

Allgemeingültige Aussagen zum Gehalt zu machen, ist immer eine schwierige Angelegenheit, denn es spielen einfach zu viele Faktoren in die Vergütung nach deinem Studium ein: Branche, Unternehmensgröße, Standort, Abteilung, Position, Studienabschluss, evtl. Berufserfahrung etc. – und natürlich auch dein persönliches Verhandlungsgeschick.

Im Großen und Ganzen kannst du als Absolvent der Wirtschaftspsychologie mit einem guten Einstiegsgehalt rechnen. Und wenn du auch noch ein Masterstudium abgeschlossen hast, werden die Gehaltsaussichten noch besser. Im Schnitt kannst du als Wirtschaftspsychologe mit einem Einstiegsgehalt von 2.500-3.000 Euro im Monat rechnen. Das Gehalt kann je nach Branche stark variieren, in der Werbe- oder Tourismusbranche sieht es zum Beispiel meistens etwas schlechter mit der Bezahlung aus.

Gehaltsbeispiele für Wirtschaftspsychologie

Wir haben dir zur besseren Vorstellung ein paar exemplarische Angaben zum Gehalt herausgesucht:

Position

Branche

Alter & Geschlecht

Gehalt (brutto)

Wirtschaftspsychologe Mitarbeiterführung und Entwicklung

Werbung und PR

25, weiblich

1.432 Euro

Wirtschaftspsychologe

Versicherungen

27, weiblich

3.418 Euro

Wirtschaftspsychologe Unternehmensentwicklung

Sonstige Industrie

27, weiblich

4.227 Euro

Controlling

Logistik, Transport, Verkehr

29, weiblich

2.865 Euro

Personalentwickler

Großhandel, Sonstiges

32, männlich

4.583 Euro

Quelle: Gehalt.de

Aber denke dran: Diese Zahlen sind nur exemplarisch! Nutze sie ruhig zur Orientierung für deine eigene Gehaltsverhandlung, aber beharre nicht auf eine bestimmte Mindestangabe. Denn wie schon oben geschrieben: Es spielen eine Menge Faktoren in dein Gehalt ein.

Master Wirtschaftspsychologie

Auf einen Blick

Dauer: 4 Semester

Form:

  • Vollzeit
  • berufsbegleitendes Präsenzstudium
  • Fernstudium

Abschluss:

  • Master of Science (M.Sc.)

Besonderheiten: Häufig kommt eine Projektarbeit im Studienplan vor.

Voraussetzungen

Formal:

  • abgeschlossenes Bachelorstudium in fachverwandtem Bereich (Wirtschaft oder Psychologie)
  • evtl. bestimmte ECTS-Anzahl in ausgewählten Modulen
  • evtl. Nachweis über berufspraktische Erfahrung
  • evtl. bestimmte Englischkenntnisse

Persönlich:

  • Zahlenverständnis
  • Spaß an abstrakten Sachverhalten
  • Kommunikationsstärke
  • Organisationstalent

Der Masterstudiengang Wirtschaftspsychologie vertieft noch einmal dein bereits aus dem Bachelorstudium erlangtes Wissen rund um die Bereiche Wirtschaftswissenschaften und Psychologie.

Zudem wird häufig noch mehr Wert auf die Vermittlung von sogenannten Soft Skills und sozialen Kompetenzen gelegt, da dich das Masterstudium direkt auf die Übernahme von Führungsaufgaben vorbereitet. Durch die Möglichkeit, weitere Schwerpunkte zu wählen, kannst du dich noch besser auf einen Karriereweg spezialisieren.

Blick von hinten über Studentenköpfe auf Tafel

Ausführliche Infos

Dich spricht der Studiengang Wirtschaftspsychologie an? Dann findest du in unserem großen Onlineportal Wirtschaftspsychologie-studieren.de noch ausführlichere Infos sowie passende Hochschulen, um die richtige Entscheidung für dein Studium zu treffen:

Weitere Infos zum Wirtschaftspsychologie Studium

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