Semestervorbereitung

Planung ist das halbe Leben – daher ist es auch sehr empfehlenswert, dir vor jedem Semester einen Plan für das kommende Halbjahr zu machen. Wir geben dir hier Tipps, worauf du achten solltest.

Der Volksmund weiß es: Gut vorbereitet ist halb gewonnen. Das gilt auch für den Hochschulalltag. Ob Referate, Klausuren, ein Gespräch mit dem Dozenten oder die Freizeitplanung – irgendwas muss immer vorbereitet werden. Doch seien wir ehrlich: Nur selten nimmt man sich jedoch die Zeit einer wirklich langfristigen Planung, stattdessen hangeln sich Studenten erfahrungsgemäß von Semester zu Semester – in der Hoffnung, schon irgendwie alles unter einen Hut zu bekommen und dabei nicht den Überblick zu verlieren.

Gute Vorbereitung erspart viel Arbeit

Dabei bietet sich zu Beginn eines jeden Semesters eine fantastische Gelegenheit, Struktur in das eigene Studium zu bringen. Denn eine gute Semestervorbereitung dauert nicht lange, spart jedoch später eine Menge Zeit. Denn wenn man sein Semester hoffnungslos mit Kursen überladen hat und daran scheitert, sodass man manche Kurse ein weiteres Mal belegen muss, frustriert das. Das gleiche gilt auch umgekehrt: Wenn man nicht so viele Kurse belegt hat, ist das für den Moment vielleicht sehr schön und entspannend, doch dafür wird das nächste Semester dann umso stressiger.

Struktur - leichter gesagt als getan

Aber wir wissen auch: Das sagt sich immer so leicht und viele Studierende nehmen sich vor Semesterstart auch immer wieder vor, dass dieses Semester viel strukturierter vorgehen und dieses Mal nicht alles auf den letzten Drücker erledigen. Aber dann fängt das Semester ganz überraschend schon am nächsten Tag an und man trifft viele Kommilitonen wieder und möchte mit denen was unternehmen, man wirft den Stundenplan noch mal um, weil der eine Dozent oder das Thema doch nicht so interessant sind, außerdem möchte man neue Sportkurse oder Ähnliches ausprobieren und schon ist das Semester fast vorbei und die nächste Prüfungsphase steht schon vor der Tür, ohne dass man auch nur ansatzweise strukturiert durchgekommen ist. Das geht den meisten Studierenden so und ist auch nicht schlimm. Aber wir wollen dir ein paar Tipps geben, wie du es vielleicht trotzdem schaffst, dein Semester etwas besser zu planen.


Vor dem ersten Semester

Vor dem ersten Semester gibt es natürlich deutlich mehr zu tun als im folgenden Studium. Dafür müssen nämlich ganz neue Angelegenheiten wie die Finanzierung des Studiums, die Wohnungssuche, Versicherungsangelegenheiten oder ein Nebenjob geklärt werden. Die stehen natürlich nicht vor jedem Semester wieder auf der To-Do-Liste.

Für das Studium lohnt es sich, einen groben Plan für den gesamten Studienverlauf zu erstellen. Dabei geht es nicht um die konkrete Belegung der einzelnen Semester und den genauen Workload. Dieser Studienverlaufsplan soll lediglich die entscheidenden Meilensteine und Ziele des Studiums umfassen, also z. B. bis wann ihr welches Modul abgeschlossen haben wollt oder müsst oder wann das Praxissemester stattfindet. Dabei können natürlich immer noch mal Änderungen auftreten, denn gerade als Frischling an einer Hochschule kann man die genauen Prozesse noch nicht so richtig einschätzen. Aber so ein Workload hilft dir, den Überblick über das Studium zu behalten – gerade zu Beginn, wo noch alles neu und viel ist.

Darüber hinaus lohnt es sich auch immer, das vergangene Semester zu reflektieren, die eigenen Stärken und Schwächen ehrlich einzuschätzen und sie entsprechend in die Planung einfließen zu lassen.

Guck dir die Prüfungsordnung an

Vor der Erstellung solltet ihr euch ausführlich mit der Prüfungsordnung und den jeweiligen Modulhandbüchern auseinandersetzen. Diese Dokumente schreiben genau vor, wie ihr euer Studium planen und belegen könnt. Damit erstellt ihr euch einen dynamischen Fahrplan von der ersten Vorlesung bis hin zur Abschlussprüfung. Je besser ihr die Prüfungsordnung kennt, desto weniger Fehler macht ihr bei der Belegung eurer Module und könnt eure Zeit entsprechend zielgerichtet und optimiert einteilen.


Für die höheren Semester

Natürlich ist es vor allem eine Frage des Charakters, wie feinmaschig ihr euren Semesterplan erstellen möchtet. Jedoch sollten sich auch die „Freigeister“ unter euch um eine gewisse Planung bemühen, denn je nach Studiengang verliert man sonst schnell den Überblick über die endlosen und individuellen Deadlines und den genauen Arbeitsaufwand.

Am Anfang der Semesterplanung steht zwangsweise der Stundenplan, denn den belegt ihr in vielen Studiengängen sehr frei und individuell.

Tipp: Bevor ihr das tut, solltest ihr eure Erinnerungen an die Prüfungsordnung vor jedem Semester noch einmal kurz auffrischen. Denn es passiert schnell, dass man Kurse doppelt, falsch oder gar nicht belegt. Und es gibt kaum was Ärgerlicheres, als nicht zu einer Prüfung zugelassen zu werden, weil einem vor zwei Semestern ein Wochenendseminar unter den Tisch gerutscht ist und dieses erst nächstes Semester nachgeholt werden kann. Durch solch kleine Stolperfallen hat schon so mancher Abschluss länger gedauert als gewünscht bzw. geplant.

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