Bewerbungsverfahren an privaten Hochschulen

Das Bewerbungsverfahren an privaten Hochschulen läuft in der Regel etwas anders ab als an staatlichen Einrichtungen, denn dort werden die Bewerber nicht über den NC ermittelt. Wir erklären dir, auf was du dich vorbereiten musst, wenn du dich bei einem privaten Anbieter bewirbst.

Während staatliche Universitäten und Hochschulen in der Regel ihre Studiengänge über einen örtlichen NC beschränken, handhaben private Einrichtungen ihre Auswahl der Studienbewerber normalerweise über interne Verfahren. Wie genau dieses Auswahlverfahren abläuft, kann jede Hochschule selbst entscheiden, sodass du dich am besten immer direkt bei der Studienberatung oder auf der Homepage der Hochschule informierst, damit du auch genau weißt, was dich erwartet. Allerdings ähneln sich die Verfahren oft.


Unterlagen einreichen

Auch wenn private Hochschulen und Akademien weniger Wert auf deine Abinote legen und diese nicht als grundlegendes Kriterium werten, sind die Unterlagen, die du für deine Bewerbung einreichen musst die gleichen wie bei staatlichen Unis.

Welche Unterlagen gehören zur Bewerbung?

Zu einer Studienbewerbung gehören in der Regel folgende Unterlagen: Abizeugnis, evtl. Sprachzertifikate, evtl. auch ein Nachweis über Vorkenntnisse (Berufsausbildung, Praktikum, Nebenjob etc.). Zudem wollen private Anbieter in der Regel auch noch ein Motivationsschreiben, in dem du deine Gründe für den Studiengang an dieser Hochschule darlegst.

Tipp: Bei privaten Anbietern hast du oft sogar die Möglichkeit, ohne Abitur zu studieren. Das geht zwar mittlerweile auch immer mehr an staatlichen Hochschulen, aber die Privaten bieten diese Möglichkeit schon deutlich länger an.


Motivationsschreiben

Motivationsschreiben sind sehr gefragt für Bewerbungen an privaten Hochschulen. Denn darin kannst du in deinen eigenen Worten konzentriert auf etwa eine DIN A4-Seite deine Gründe für deine Bewerbung und dein Interesse am Studienfach sowie der Hochschule darlegen.

Die privaten Hochschulen wollen vor allem Studierende, die sich schon im Vorfeld mit dem Studium auseinandergesetzt haben, um die Abbrecherquote möglichst klein zu halten. Außerdem können sie dich durch dein Motivationsschreiben schon etwas kennenlernen, bevor sie dich persönlich treffen.


Persönliches Kennenlernen

Ein ganz klarer Unterschied zu staatlichen Hochschulen: das persönliche Kennenlernen. Denn wie schon beim Motivationsschreiben gilt: Die Hochschule will dich kennenlernen und prüfen, ob du zu ihnen und dem Studiengang passt. Daher ist dieser Aspekt eigentlich bei jeder privaten Hochschule Teil des Auswahlverfahrens. Aber auch du hast dadurch die Möglichkeit, mögliche Fragen gezielt an die richtigen Ansprechpartner zu stellen. Denn vielleicht gibt es von deiner Seite aus noch Fragen zur Finanzierung, zur Unterkunft oder Studienmaterial.

Nicht immer musst du für dieses Kennenlernen wirklich zur Hochschule fahren, manchmal reicht auch ein Skype-Interview oder ein Telefoninterview. In den meisten Fällen wird dieses persönliche Treffen aber auch mit weiteren Tests verbunden, die normalerweise ebenfalls vor Ort stattfinden. Es kann also gut sein, dass du sowieso irgendwann zur Hochschule musst.


Assessment Center und Eignungstest

Für manche Studiengänge sind bestimmte Vorkenntnisse hilfreich oder sogar erforderlich. Dafür reicht das persönliche Kennenlernen nicht aus. Da die Hochschulen natürlich ein Interesse daran haben, nur geeignete Bewerber auszuwählen, müssen die Studieninteressierten sich einigen Aufgaben stellen. Dabei kann zwischen einer Art Assessment Center und einem Eignungstest unterschieden werden.

Beim Assessment Center geht es ebenfalls noch mehr um deine persönlichen Fähigkeiten als um fachliches Wissen. Allerdings werden dabei in der Regel auch fachspezifische Fragen gestellt, die du beantworten musst.

Beim Eignungstest dagegen geht es nur um Wissen, dass mit deinem Wunschstudium in Zusammenhang steht. Allerdings variiert der Test natürlich je nach Studiengang und zwischen den Hochschulen kann es auch Unterschiede geben: Mal besteht die Prüfung wirklich nur aus einem Test, mal setzt sie sich aus verschiedenen Teilen zusammen. Gerade in Design- und Grafikstudiengängen kann eine Eignungsprüfung eingesetzt werden.


Bewerbungsmappe

Ebenfalls hauptsächlich in den Design-Studiengängen sind sogenannte Mappen in der Regel verpflichtend für eine Bewerbung. Dabei handelt es sich um eine Mappe, mit der du (je nach Anforderung) ca. 10-20 deiner kreativen und künstlerischen Arbeitsproben nachweist.

Auch dabei kann es unterschiedliche Vorgaben geben was Umfang, Form der Arbeiten, Format oder Thema betrifft. Die Hochschulen machen dazu in der Regel auf ihrer Homepage aber genaue Angaben, deswegen informierst du dich am besten dort über die genauen Bedingungen.

Tipp: Fang früh genug mit der Konzeption und Erstellung deiner Mappe an, ansonsten wird die Zeit nachher zu knapp. Die meisten Bewerber arbeiten mehrere Monate an den Arbeitsproben für ihre Mappe. Und falls du Probleme mit deiner Mappe hast: Es gibt spezielle Anbieter für Mappenkurse und -beratungen. Für die Fachbereiche Medien und Mode haben wir dir jeweils auf unseren Studienportalen eine spezielle Anbieterliste zusammengestellt.

eine Gruppe von Personen vor einem Schreibtisch

Für die Mappe zum Medienstudium findest du weitere Infos in der Rubrik zur Mappe auf unserem Portal Medien-studieren.net.

Mehr Infos zur Mappe für das Medienstudium

Modezeichnungen

Mode ist dein Leben und dein Traumstudium? Was du dort beachten musst für deine Mappe findest du ebenfalls in der Mappenrubrik auf dem Portal Mode-studieren.de!

Zur Mappenbewerbung für das Modestudium

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Alle Fachbereiche auf einen Blick findest Du unter: www.das-richtige-studieren.de

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