Orientierungsstudium

Was soll ich studieren? Will ich wirklich studieren? Ich kann mich nicht entscheiden zwischen den Studiengängen. Kommt dir das bekannt vor? Und hast du Angst, dass du eine falsche Entscheidung bezüglich deines Studiums triffst? Für genau solche Unsicherheiten bieten viele Unis und Hochschulen ein Orientierungsstudium an, mit dem du das Studieren einfach ausprobieren kannst.

Viele junge Menschen kennen das: Das Abitur ist geschafft und wie geht es weiter? Studieren, ja, klar, das auf jeden Fall. Aber was? Politikwissenschaft interessiert dich, aber Sozialwissenschaften auch? Und eigentlich wolltest du immer irgendwas mit Medien machen? Die Wahl kann zur Qual werden, wenn du unentschlossen bist. Es gibt vieles, was dich interessiert oder – was schlimmer ist – nichts interessiert dich so richtig, aber du weiß nicht, was du außer einem Studium machen sollst.

Und trotzdem: Die Zahl der Immatrikulationen wächst – Studieren liegt im Trend. Aber auch die Zahl der Studienabbrüche wächst, weil viele Studierende erst während des Studiums feststellen, dass entweder das Studienfach nicht den Erwartungen entspricht oder das Studium einem überhaupt nicht liegt.

Die Universitäten und Hochschulen wissen um dieses Problem und sind zum einen natürlich bemüht, den Studieninteressenten die Studienwahl zu erleichtern und gleichzeitig hohe Abbruchquoten zu vermeiden. So bieten immer mehr Hochschulen ein kurzes Schnupperstudium an oder gleich ein ganzes Orientierungsstudium.

Was ist ein Orientierungsstudium?

Abiturienten machen in der Universität ein OrientierungsstudiumWie kannst du besser herausfinden, ob ein Studium zu dir passt und welcher Studiengang es sein soll, als es einfach auszuprobieren? Denn genau das ist es, was ein Orientierungsstudium bietet: auf Probe studieren und in verschiedene Fachrichtungen reinschauen. Du simulierst also das Studentenleben, erlebst Lernerfolge und vielleicht auch frustrierende Momente. Du nimmst an Vorlesungen, Seminaren und Exkursionen teil, teilweise schreibst du auch die Prüfungen mit, gehst in die Mensa zum Essen und lernst das typische Studentenleben kennen. Wenn dir das Orientierungssemester bei deiner Entscheidung geholfen hat, ist das ein Gewinn. Aber genauso sinnvoll ist es, wenn du während des Probestudiums merkst, dass das so gar nicht deins ist.

Ein Orientierungsstudium hat viele Namen, wie du spätestens merken wirst, wenn du dich bei den einzelnen Hochschulen informierst. Orientierungsstudium und Orientierungssemester sind dir wahrscheinlich bekannt, aber hast du schon was von Vorstudium, Nulltes Semester oder Technikum gehört? Viele Hochschulen bieten auch einen eigenen Namen für ihr Orientierungsprogramm an, etwa OSKAR oder Openmint. Was zeigt: Die Hochschulen legen sich richtig ins Zeug, um dir bei der Studienwahl zu helfen. Aber nicht jede, und vor allem nicht die kleineren Hochschulen können es sich leisten, ein Orientierungssemester zu organisieren. So finden sich auch häufig Angebote, die dir einen Einblick ins Studium für einen Tag gewähren, ein Teststudium oder eine Schnupperwoche anbieten. Auch im Zuge eines Studium Generale kannst du Einblicke ins Studium bekommen.

Grundsätzlich ist es so, dass jede Hochschule, die ein Orientierungssemester anbietet, das Angebot auch selbst gestaltet. Das betrifft alle organisatorischen und inhaltlichen Fragen. Von daher können wir dir zwar einen groben Einblick in das Orientierungsstudium geben, es ist aber unerlässlich, dass du dich bei den einzelnen Hochschulen informierst.

Kostet ein Orientierungsstudium Geld?

Tatsächlich kostet ein Orientierungsstudium Geld, aber die Kosten sind je nach Hochschule unterschiedlich. An den einen Hochschulen zahlst du den Semesterbeitrag, der grob zwischen 90 und 300 Euro liegt und hast dann aber in der Regel auch das meist enthaltende Semesterticket inklusive. An anderen Hochschulen zahlst du monatliche Studiengebühren.

Nicht jedes Orientierungsstudium ist BAföG-förderfähig. Einige sind es, andere nicht, bei wieder anderen weisen dich die Hochschulen darauf hin, dass die Fördermöglichkeit beantragt wurde, aber die Entscheidung noch aussteht.

Wie lange dauert ein Orientierungsstudium?

Ein Orientierungsstudium kann unterschiedlich lang sein, das richtet sich nach den Programmen der Unis und Hochschulen. In den meisten Fällen studierst du ein Jahr auf Probe (also zwei Semester), manche Hochschulen bieten ein Orientierungssemester an, das entsprechend ein Semester dauert, in wenigen Fällen dauert das Orientierungsstudium nur wenige Wochen.

Gibt es Voraussetzungen für ein Orientierungsstudium?

Wie jeder andere Student auch benötigst du in der Regel eine Hochschulzugangsberechtigung und solltest außerdem an noch keiner Hochschule eingeschrieben gewesen sein. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Teilnehmerzahl begrenzt ist, du solltest dich also wirklich frühzeitig über ein Orientierungsstudium informieren und dich rechtzeitig bewerben.

Ansonsten gilt auch hier, dass du dich bei den jeweiligen Hochschulen über das Orientierungsstudium informierst, und ob dort bestimmte Voraussetzungen erwünscht sind.

Werden die Leistungen für ein anschließendes Studium anerkannt?

Im Orientierungsstudium kannst du dich in verschiedenen Studiengängen ausprobieren und sammelst in diesem Rahmen auch Credit Points. Wenn du dich dafür entscheidest, ein Studium an der Hochschule weiterzuführen, an der du das Orientierungsstudium gemacht hast, kannst du dir in der Regel auch die Leistungen für den Studiengang anrechnen lassen, den du studieren möchtest. Voraussetzt natürlich, dass du für den Studiengang schon Credit Points erarbeitet hast. Ein Orientierungsstudium ist also keine verlorene Zeit.

Gibt es auch ein Orientierungsstudium für Fern(hoch)schulen?

Eine Abiturientin macht ein Orientierungsstudium im Fernstudium während eines Gap YearsBisher war immer nur die Rede von einem Orientierungsstudium an einer Universität oder Hochschule für ein Vollzeitstudium. Aber vielleicht liebäugelst du auch mit einem Fernstudium, bist dir aber nicht sicher, ob das wirklich was für dich ist. Auch Fernhochschulen und Fernschulen bieten ein Orientierungsstudium an. Fernstudienanbieter für nicht-akademische Lehrgänge bieten meist ein vierwöchiges, kostenloses Probestudium an. Die Studierenden können dann vier Wochen lang das Fernstudium testen und so am besten herausfinden, ob zum einen das Fach, aber besonders auch die Studienform etwas für sie ist.

Die IUBH ist die erste Hochschule, die ein Orientierungsstudium als Onlinestudium anbietet – und das kostenlos, wenn du bestimmte Voraussetzungen erfüllst. Zum Beispiel wenn du das Abitur hast und nicht älter als 22 Jahre bist. Die Option eines einjährigen Orientierungsstudium an der IUBH bietet sich besonders für diejenigen an, die sich noch nicht sicher sind, was sie studieren möchten und die Zeit für einen Freiwilligendienst oder ein Gap Year nutzen möchten. Da die IUBH das das Orientierungsstudium kostenlos anbietet und dir ein Jahr Zeit lässt, um 30 ECTS-Punkte zu sammeln, kannst du zum einen das Studium testen und hast trotzdem viel Zeit für dein Jahr „Auszeit“. Wenn du dich nach den zwölf Monaten Probestudium für ein Studium an der IUBH entscheidest, werden deine Leistungen für das Studium angerechnet.

Mehr Infos zum Orientierungsstudium an der IUBH findest du auf der Webseite, sie ist auch in unserer nachfolgenden Auflistung aufgeführt.

Welche Hochschulen bieten ein Orientierungsstudium an?

Die Zahl der Hochschulen, die ein Orientierungssemester anbieten, steigt. Vielleicht ist in unserer Auflistung eine Hochschule in deiner Nähe dabei, sodass du das Orientierungssemester unkompliziert austesten kannst. Wir übernehmen keine Garantie für die Vollständigkeit der Liste, da sich stetig neue Programme entwickeln.

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Alle Fachbereiche auf einen Blick findest Du unter: www.das-richtige-studieren.de

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