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Eignungsprüfung

Nicht immer greift der NC als Zulassungsbeschränkung, für manche Studiengänge musst du eine Eignungsprüfung bestehen. Wann du damit rechnen musst und was dich beim Eignungstest erwartet, erfährst du hier.

Die Auswahlverfahren für die beliebten Studiengänge können sehr unterschiedlich ausfallen – manchmal greift einfach der Numerus Clausus, manchmal benötigst du eine Bewerbungsmappe und private Hochschulen haben ja sowieso oft ein individuelles Auswahlverfahren.

Bei manchen Studiengängen gibt es aber zusätzlich noch spezielle Eignungsprüfungen, die du bestehen musst, um zugelassen zu werden. Das trifft zum einen auf Sportstudiengänge zu, aber auch viele kreative und vor allem künstlerische Studiengänge nutzen den Eignungstest zur Bewerberauswahl. Dabei zählt neben der Mappe dann auch noch der Test als Zulassungskriterium.


Ablauf

Wie genau die Eignungsprüfung abläuft und was alles dazu gehört, legt die Hochschule fest und ist zudem natürlich abhängig vom Fach, auf das du dich bewirbst. Dementsprechend kann man den Test schlecht verallgemeinern, stattdessen musst du dich besser bei der jeweiligen Hochschule erkunden.

In den meisten Fällen besteht eine Eignungsprüfung aber aus mehreren Teilen, die je nach Hochschule auch über zwei oder mehr Tage gehen können. Dazu gehört oft die Bewerbung, deine Mappe, evtl. noch eine Hausaufgabe, die du im Vorfeld zu Hause bearbeitest, der eigentliche Test und ein persönliches Gespräch.

Wir wollen dir einmal beispielhaft den Ablauf einer Eignungsprüfung für den Bereich Kunst, Design und Gestaltung aufzeigen.

Auf unserem Portal Sport-studieren.de findest du weitere Infos, wie eine Eignungsprüfung für Sportstudiengänge aussehen kann.

Alle Infos zur Sport-Eignungsprüfung

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Bewerbung

Auch für Studiengänge, für die die Hochschule einen Eignungstest fordert, musst du dich zuerst ganz normal bewerben. Das heißt, geforderte Unterlagen wie Abiturzeugnis, Lebenslauf, Motivationsschreiben und nötige Unterlagen wie zum Beispiel eine Mappe werden an die Uni geschickt bzw. online hochgeladen. Wenn du dabei alle formalen Voraussetzungen erfüllst, kannst du am Eignungstest teilnehmen.


Hausaufgabe

Nicht alle Hochschulen verlangen auch noch die Bearbeitung einer Hausaufgabe zusätzlich zur Mappe und dem Eignungstest, aber ungewöhnlich ist es auch nicht. Für die Hausaufgabe wird dir von der Hochschule eine bestimmte Aufgabe gestellt, die du in einem bestimmten Zeitraum erledigen musst.
Das Ganze kannst du von zu Hause erledigen und bringst die Arbeit entweder zum Eignungstest oder persönlichen Gespräch mit oder du schickst sie an die Hochschule. Meistens sollst du etwas zeichnen, malen, skizzieren oder gestalten, manchmal aber auch ein Konzept überlegen und die Umsetzung beschreiben. Auch das hängt natürlich vom gewählten Studiengang ab.


Prüfung

Der genaue Ablauf ist abhängig von der Hochschule. Bei manchen Hochschulen dauert die Prüfung nur einen Tag, bei anderen regulär zwei Tage. Zudem können die einzelnen Tage sehr lang werden, besonders bei einer großen Anzahl an Bewerbern. Je nachdem, wie viele Aufgaben du bearbeiten musst, geht die Zeit zwar schnell vorbei, trotzdem solltest du dich auf einen (oder eben zwei) anstrengende(n) Tag(e) einstellen.


Aufgabenstellung

Die Aufgabenstellung bezieht sich – zumindest teilweise – auf das Fach, auf das du dich beworben hast. Es macht also einen Unterschied, ob du dich für Produktdesign oder Kommunikationsdesign bewirbst. Grundsätzlich wird aber deine Kreativität und dein fachspezifisches Können (zum Beispiel Zeichnen, Gestalten oder Konzeptionieren) getestet. Manchmal ist auch eine richtige Klausur dabei, wobei dann nur selten bereits vorhandenes Wissen abgefragt wird, stattdessen wird eher getestet, wie du an Fragestellungen herangehst.

Tipp 1: Du musst also im Vorfeld keine Lexika oder Kunstbücher auswendig lernen, trainiere lieber deine künstlerischen Fähigkeiten und deine Kreativität. Dazu findest du im Internet viele reale Prüfungen aus den letzten Jahren, die du zur Übung bearbeiten kannst.

An den meisten Hochschulen bekommst du die Aufgaben einzeln gestellt, also beispielsweise morgens eine, nachmittags eine und abends eine, und hast dadurch feste Zeitangaben für die einzelnen Aufgaben. Manche Hochschulen geben dir aber auch fünf Aufgaben auf einmal, die du bis zum Ende fertig haben musst, sodass du dir die Zeit und Reihenfolge selbst einteilen kannst.


Material

Du bekommst normalerweise von der Hochschule eine Liste mit Material, das du benötigst bzw. benötigen könntest. Bei manchen Hochschulen bekommst du ein paar Materialien auch gestellt. Stürze dich also nicht in Unkosten, in der Regel benötigst du nicht jede Farbe in Aquarell, Öl, Buntstiften, Markern etc.


Persönliches Gespräch

Das persönliche Gespräch wird häufig während der anderen Prüfungen gehalten und dauert in der Regel nicht länger als 5 bis 15 Minuten. Dazu wirst du, während du eine Aufgabe bearbeitest, herausgerufen und zum Besprechungsraum geführt. Dort hast du Zeit, deine Mappe (und je nachdem auch deine Hausarbeit und/oder eine schon bearbeitete Aufgabe) auszubreiten, bevor die Prüfer kommen und ein Gespräch mit dir führen.

Hab keine Angst vor diesem Gespräch, auch wenn du sicher schon viele Horrorstories darüber gehört hast. Die Prüfer wollen dich näher kennenlernen und deine Persönlichkeit etwas besser einschätzen können, es geht also weniger um fachliches Wissen. Viele Erfahrungsberichte handeln davon, dass die Prüfer ziemlich kritisch erschienen, die vorgestellten Arbeiten verbal zerrissen haben und den Bewerber ganz schön in die Mangel genommen haben. Das kann tatsächlich passieren und ist vielleicht auch einfach ein bisschen Glück, welche Strategie die Prüfer bei dir auswählen. Denn viele Bewerber berichten auch von ganz lockeren Gesprächen und einer sehr freundlichen und offenen Atmosphäre.

Typische Fragen im Gespräch, auf die du dich vorbereiten kannst:

  • Warum diese Hochschule? 
  • Warum dieses Studienfach?
  • Lieblingskünstler/-designer/-stilrichtungen etc.
  • Wo möchtest du beruflich einmal hin? 

Tipp 2: Nimm mögliche „Angriffe“ der Prüfer auf jeden Fall nicht persönlich. Oft wollen sie einfach nur deine Kritikfähigkeit testen und sehen, wie du mit ihren Vorwürfen umgehst. Es kann aber nicht schaden, sich schon im Vorfeld darauf einzustellen, dass das Gespräch eventuell etwas ruppiger wird. Dann bist du nicht so überrascht und kannst objektiver auf die Kritik eingehen.

Tipp 3: In der Regel wirst du während der Wartezeit bzw. den Prüfungen von Erst- oder Zweitsemestern betreut. Sieh das als Chance, denn so bekommst du echte Erfahrungsberichte. Wenn du also noch offene Fragen hast, sprich mit den Studierenden, denn niemand kann sie dir so ehrliche und direkte Antworten geben.


Bewertung

Die einzelnen Prüfungsaufgaben sowie deine Mappe und/oder Hausarbeit werden normalerweise einzeln bewertet und ergeben dann die Gesamtnote. Manchmal werden die Teile auch nicht gleich bewertet, sondern die Mappe zählt beispielsweise mehr als die anderen Aufgaben.

Auch der Zeitpunkt der Notenbekanntgabe variiert. Manche erfahren es direkt im Anschluss an die Prüfung, andere wiederum müssen ein bis zwei, manchmal auch vier Wochen auf das Ergebnis warten.

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