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Master of Laws

Nach dem Bachelor of Laws (LL.B.) folgt meist ein LL.M., also Legum Magister. Doch welche Qualifikation und Möglichkeiten verbergen sich hinter diesem Abschluss? Wer oder was sind die „Master of Laws“? Hier findest du alle wichtigen Infos inklusive passenden Studiengängen.

Master of Laws - was ist das?

Der Master of Laws richtet sich vor allem an Bachelorabsolventen desselben Studiengangs, die ihre Kenntnisse vertiefen wollen und an Jura-Studenten, die eine Zusatzqualifikation anstreben. Es ist auch möglich, mit einem betriebswirtschaftlichen Hintergrund den Master of Laws zu studieren, sofern du in deinem Bachelorstudium schon rechtliche Inhalte hattest und bereit bist, deine Lücken in diesem Bereich selbstständig zu schließen.

An der bunt gemischten Zielgruppe für den Master of Laws kannst du vielleicht erahnen, dass unsere Anfangsfrage nach den Möglichkeiten keine eindeutige Antwort hat. Jeder kann sie individuell beantworten, denn letztendlich kommt es auf das Vorstudium und deine Schwerpunkte an, was sich für dich als LL.M. ergibt. Eines ist jedoch sicher: Mit einem Master of Laws erweiterst du gegenüber dem Bachelor of Laws deine Tätigkeitsfelder und auf lange Sicht auch deine Gehaltsperspektiven.

Master of Laws:

Alle Infos auf einen Blick

LL.M. im Ausland?

Der LL.M. ist ein weltweit anerkannter und renommierter Studienabschluss. Er bereitet dich auf eine Karriere bei international agierenden Kanzleien vor und ebnet dir den Weg in die Führungsetage von internationalen Unternehmen. Gerade aus diesem Grund wird der LL.M. häufig im Ausland absolviert oder diese Option wird zumindest in Betracht gezogen.

Aber immer mehr deutsche Universitäten reagieren auf die Nachfrage – so findest du hierzulande derzeit knapp 70 verschiedene LL.M.-Programme. Diese sind meist international ausgerichtet und werden teilweise auch komplett in Englisch abgehalten. Wenn du dich also auf die Suche begibst, solltest du unbedingt alle Vor- und Nachteile der Hochschulen und Standorte abwägen, die für dich und deine Karriereziele in Frage kommen.

Passende Studiengänge für einen LL.M.

Unser Partnerportal Wirtschaftsrecht-studieren.com listet alle Unis, FHs und Akademien, die Studiengänge im Bereich Wirtschaft und Recht anbieten. Stöbere durch das Angebot und entdecke verwandte Studiengänge zum Master of Laws. Einige stellen wir dir in diesem Abschnitt vor:

Ablauf und Dauer eines Master of Laws

Dauer

Ein Master of Laws dauert in der Regelstudienzeit zwei bis vier Semester. Die Studiendauer kann aber je nach Standort und Studienform variieren. Vollzeit-Programme werden meist in einem Jahr abgeschlossen, während du für Teilzeit-Programme mindestens zwei Jahre einplanen solltest. Entscheidest du dich für ein Teilzeitstudium kannst du weiterhin deinem Beruf nachgehen oder im Falle eines Auslandsstudiums auch das Land erkunden.

Ablauf

Der Master of Laws besteht häufig aus einer Mischung aus Vorlesungen, Hausarbeiten und Praxis. Viele LL.M.-Programme sehen studienbegleitende Praktika vor und bieten ebenfalls Sprachkurse an. Neben speziellen juristischen Sprachkursen wirst du meist auch Lehrveranstaltungen auf Englisch besuchen. Der Ablauf variiert von Hochschule zu Hochschule und hängt von der Studienform ab. Allgemein kann man sagen, dass du zunächst umfassende juristische Kenntnisse erwirbst und anschließend dein Fachgebiet nach persönlichem Interesse wählst.

Genauso wie der Studienablauf können auch die Prüfungen unterschiedlich geregelt sein. Während manche Hochschulen als Abschlussprüfungen Klausuren und eine mündliche Prüfung vorsehen, fordern andere Hochschulen das Anfertigen einer umfangreichen wissenschaftlichen Arbeit mit anschließendem Kolloquium. Vielleicht könnte die Prüfungsform der jeweiligen Hochschule ein Kriterium bei deiner Studienwahl sein. Informiere dich am besten direkt bei der Hochschule – du findest diese direkt in unserer Datenbank.

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Studienformen

Du findest LL.M.-Programme zwar auch in Vollzeit, aber im Gegensatz zu Bachelorstudiengängen viel häufiger als Fernstudium und in berufsbegleitender Form. Denn immer mehr Universitäten bieten ihre Programme berufsbegleitend oder als Fernstudium an. Diese sind zwar oft als Vollzeitstudium konzipiert, können allerdings auf Antrag häufig als Teilzeitstudium absolviert werden. Wenn du nebenbei arbeiten oder einfach flexibel bleiben möchtest, findest du also genug Alternativen.

 

Wie viel kostet ein Master of Laws?

Die Kostenfrage lässt sich nicht so pauschal beantworten. Denn je nachdem, ob du privat oder staatlich studierst, oder dich für das Ausland entscheidest, können die Studiengebühren sehr stark schwanken.

Ein LL.M.-Programm an einer deutschen privaten Universität oder Hochschule fängt bei knapp 4.000 Euro an und kann bis zu 10.000 Euro kosten. Durch die wegfallenden Sonderkosten, die du für ein Auslandsaufenthalt einplanen müsstest, ist ein LL.M. in Deutschland eine relativ günstige Variante. Das Studium im Ausland ist häufig eine (noch) kostspieliger: Zum einen fallen an vielen ausländischen Unis höhere Studiengebühren an, zum anderen musst du auch an die Kosten für Flug und ggf. Visum denken.

Info: Bedenke, dass viele Masterstudiengänge im Wintersemester starten. Daher solltest du unbedingt die Bewerbungsfrist für ein Master Studium beachten und dich frühzeitig um die Formalitäten kümmern.

Finanzierung

Sobald du dich mit den Studienkosten im In- oder Ausland auseinandersetzt, stellt sich die Frage nach der Finanzierung. Die hohen Summen mögen dich vielleicht einschüchtern, aber die Möglichkeiten zur Finanzierung des LL.M.-Studiums sind durchaus vielfältig. Du solltest definitiv die Vor- und Nachteile der einzelnen Alternativen für dich auswerten und dich möglichst frühzeitig damit auseinandersetzen!

Stipendien können eine kostengünstige Variante sein, um ein LL.M.-Studium zu finanzieren, da diese meist nicht zurückgezahlt werden müssen. In Deutschland gibt es zahlreiche Stiftungen und Privatpersonen, die mit Geld- oder Sachleistungen ausgewählte Studierende unterstützen. Meistens wird bei der Auswahl der Stipendiaten Wert auf soziale Fähigkeiten und gute Abschlussnoten gelegt. Außerdem unterstützen viele Universitäten ihre Studierenden bei der Suche nach Stipendien. Stiftungen haben sogar teilweise Probleme, genug Stipendiaten für ihre Programme zu finden, weil zu wenige Studen/innen diese Chance überhaupt ergreifen.

Deshalb solltest du dich unbedingt bewerben - versuchen kostet nichts und wenn du tatsächlich ein Stipendium ergattern kannst, ist die Freude umso größer.

Voraussetzungen & Bewerbung

Voraussetzungen

Für einen Master of Laws benötigst du in der Regel einen einschlägigen Hochschulabschluss in verwandter Fachrichtung oder das 1. juristische Staatsexamen. Dabei kann eine bestimmte Durchschnittsnote im Bachelorabschluss festgelegt sein.

Wenn du dich für ein berufsbegleitendes Masterstudium entscheidest, musst du in der Regel zudem meist noch eine aktuelle einschlägige Berufstätigkeit nachweisen.

Mehr noch als beim Bachelor of Laws musst du für einen Master im Bereich Wirtschaftsrecht ein gewisses Sprachniveau in Englisch durch einen anerkannten Sprachtest (z.B. IELTS, TOEFL, PTE Academic) nachweisen.

Bewerbung

Der Bewerbungsprozess für dein LL.M.-Programm kann sich als zeitintensiv entpuppen. Denn falls du dich für das Ausland entschieden hast, solltest du auf frühe Bewerbungsfristen und weitere Kriterien der entsprechenden Hochschulen achten.

Ansonsten findest du hierzulande LL.M.-Programme, wie auch schon den Bachelor of Laws, an staatlichen und privaten Hochschulen. Hier gelten dieselben Unterschiede im Bewerbungsverfahren: Während die Zulassung an staatlichen Hochschulen eher einheitlich gestaltet ist, können dich an privaten Hochschulen mehrere Bewerbungsschritte erwarten. Wenn dein Motivationsschreiben überzeugt und du das anschließende Auswahlgespräch und die Eignungsprüfung meisterst, hast du quasi die Eintrittskarte zu deinem Wunschstudium.

Gehalt nach dem Master of Laws

Die Frage nach den Gehaltsaussichten ist wohl eine der spannendsten. Allgemeingültige Aussagen zum Gehalt zu machen ist immer eine schwierige Angelegenheit, denn es spielen einfach zu viele Faktoren in die Vergütung nach deinem Studium ein: Branche, Unternehmensgröße, Standort, Abteilung, Position, Studienabschluss, evtl. Berufserfahrung etc. – und natürlich auch dein persönliches Verhandlungsgeschick.

Damit du einen Eindruck bekommst, haben wir dir ein paar exemplarische Angaben zum Gehalt herausgesucht:

PositionBrancheAlter & GeschlechtGehalt (brutto)
UnternehmensberatungUnternehmensberatung24, männlich4.528 Euro
WirtschaftsjuristVersicherungen25, männlich3.225 Euro
WirtschaftsjuristinAutoindustrie26, weiblich2.387 Euro
PersonalmanagerinIT-Systemhäuser27, weiblich2.714 Euro
Rechtsabteilung im UnternehmenElektrotechnik30, weiblich4.312 Euro

Quelle: Gehalt.de (Stand 09/21)

Aber denke dran: Diese Zahlen sind nur exemplarisch! Nutze sie ruhig zur Orientierung für deine eigene Gehaltsverhandlung, aber beharre nicht auf eine bestimmte Mindestangabe. Denn wie schon oben geschrieben: Es spielen eine Menge Faktoren in dein Gehalt ein.

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