Sozialpädagogik Studium

Du hast Spaß daran, mit Kindern und jungen Menschen zu arbeiten? Du möchtest ihnen dabei helfen, selbstständig zu leben und an allen Aspekten des gesellschaftlichen Lebens teilzuhaben? Dann ist das Sozialpädagogik Studium die richtige Wahl für dich! Informiere dich hier über Studieninhalte, Anforderungen und Berufsperspektiven!

Allgemeine Infos zum Sozialpädagogik Studium

Das Sozialpädagogik Studium schlägt die Brücke zwischen Sozialer Arbeit und Pädagogik. Hier fokussiert die Betreuung und Beratung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen auf den speziellen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen. In der Praxis hilfst du als Sozialpädagoge zum Beispiel Jugendlichen, die auf Abwege geraten sind, wieder auf den rechten Pfad zu kommen oder betreust Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen oder in extremen Situationen, beispielsweise Flüchtlingskinder. Das Studium vermittelt dir dazu fundiertes theoretisches Wissen in den Bereichen Pädagogik, Sozialarbeit, Psychologie, Soziologie und Recht. Diese kannst du bereits während des Studiums in Praxisphasen in der beruflichen Realität anwenden.

Auf einen Blick

Bachelor

Dauer: 6-7 Semester

Form:

  • Vollzeit
  • dual
  • berufsbegleitendes Präsenzstudium
  • Fernstudium

Alle Infos zu den verschiedenen Studienformen

Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.)

Infos zu den unterschiedlichen Bachelorabschlüssen

Besonderheiten: Soziale Arbeit und Sozialmanagement sind eng verwandte Studiengänge. Hier kannst du oft den Schwerpunkt Sozialpädagogik wählen.

Studieninhalte

Mittelpunkte des Sozialpädagogik Studiums sind Erziehung, Bildung und Familie. Mit diesen Bereichen setzt du dich im Studium sowohl theoretisch als auch praktisch auseinander. Die theoretischen Inhalte kommen aus Sozialarbeit, Erziehungswissenschaft, Psychologie, Soziologie, Politikwissenschaft und Rechtswissenschaft. Hier lernst du gesellschaftliche und familiäre Probleme und die Ursachen für soziale Ungleichheit zu verstehen und Lösungsstrategien zu entwickeln.

Im nächsten Schritt geht es aber natürlich auch darum, dass du mit dem nötigen Rüstzeug ausgestattet wirst, um diese Strategien praktisch umsetzen zu können. Das Studium bietet dir also eine gute Mischung aus Theorie und Praxis.

Übliche Module im Sozialpädagogik Studium

  • Sozialpolitik
  • Menschliche Entwicklung im sozialen Umfeld
  • Medienpädagogik
  • Bildung und Sozialisation

Mögliche Schwerpunkte

  • Spracherwerb und -förderung
  • Migration und Integration
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Arbeit mit Menschen mit Behinderung
  • Sozialmanagement

Voraussetzungen

Formal:

  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder
  • Fachgebundene Hochschule bzw. Fachhochschulreife (Fachabitur) oder
  • einen vergleichbaren Schulabschluss oder
  • eine bestimmte berufliche Qualifikation
  • Englischkenntnisse (oft auf B2-Niveau)

Persönlich:

  • Freude am Umgang mit Menschen
  • Draht zu Kindern und Jugendlichen
  • Empathie
  • Sicheres Auftreten

Numerus Clausus

Üblicherweise gibt es in Sozialpädagogik NCs, da der Studiengang sehr beliebt ist. Allerdings gibt es viele Angebote, die im Zweierbereich liegen. Du hast also auch Chancen auf einen Studienplatz, wenn dein Abischnitt nicht der allerbeste war. 

Eine Sozialpädagogin betreut eine Gruppe kleiner Kinder.

NC-Beispiele für Sozialpädagogik

Wir haben für dich einige NC-Beispiele der letzten Semester für Sozialpädagogik herausgesucht, so kannst du dir einen schnellen Überblick verschaffen:

Hochschule

Studiengang

Semester

NC

Wartesemester

TU Dresden

Sozialpädagogik, Sozialarbeit und Wohlfahrtswissenschaften

Wintersemester 2017/2018

2,0

16

Hochschule Düsseldorf

Sozialarbeit/Sozialpädagogik

Wintersemester 2016/2017

Vollzeit: 2,2 | Teilzeit: 2,8

Vollzeit: 10 | Teilzeit: 11

Stiftung Universität Hildesheim

Sozial- und Organisationspädagogik

Wintersemester 2016/2017

2,8

6

Bewerbung

An manchen Hochschulen brauchst du anstelle oder zusätzlich zu einem bestimmten NC auch noch ein Vorpraktikum und/ musst ein Auswahlverfahren bestehen. Das Vorpraktikum kannst du aber in den meisten Fällen auch noch während der ersten paar Semester deines Studiums nachholen.

Wenn du Sozialpädagogik dual studieren möchtest, musst du dich meistens bei einem sozialen Träger um einen Platz bewerben. Hier reichst du eine Bewerbungsmappe mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen ein und nimmst an einem Auswahlgespräch teil.

Fristen

Staatliche Hochschulen:

Sommersemester: bis 15. Januar
Wintersemester: bis 15. Juli

Private Hochschulen:

Private Hochschulen legen ihre Frist oft individuell fest, sodass der Termin variieren kann – manchmal werden Bewerbungsfristen auch zum Schluss noch mal verlängert.

Berufsperspektiven

Der Sozialbereich ist äußerst vielfältig und Sozialpädagogen können überall dort eingesetzt werden, wo mit Familien und insbesondere Kindern und Jugendlichen gearbeitet wird. Klassische Arbeitgeber sind Schulen, Kindergärten, Horte, Kinder- und Wohnheime, Kinder- und Jugendbetreuungen sowie Familien- und Suchtberatungsstellen. Auch Jugend-, Sozial- und Gesundheitsämter suchen nach Sozialpädagogen.

Weitere Jobmöglichkeiten gibt es in Kliniken und Werkstätten. Außerdem kannst du in der Weiterbildung von Erziehern tätig sein oder eine akademische Karriere einschlagen. 

Mögliche Jobs und Arbeitgeber

  • Kinder- und Jugendbetreuung
  • Kindergärten, Schulen und Horte
  • Jugend-, Sozial- und Gesundheitsämter
  • Familien- und Suchtberatungsstellen
  • Fort- und Weiterbildung von Erziehern
Ein Teenager spricht mit einer Sozialpädagogin.

Gehalt

In der Regel haben Menschen, die Sozialberufe ergreifen, nicht in erster Linie den Vorsatz, viel Geld zu verdienen. Dennoch kann man auch nicht nur von Luft und Liebe leben, weshalb ein Einblick in deine Verdienstmöglichkeiten natürlich interessant ist.

Allgemeingültige Aussagen zum Gehalt zu machen, ist immer eine schwierige Angelegenheit, denn es spielen einfach zu viele Faktoren in die Vergütung nach deinem Studium ein: Branche, Unternehmensgröße, Standort, Abteilung, Position, Studienabschluss, evtl. Berufserfahrung etc. – und natürlich auch dein persönliches Verhandlungsgeschick. Grob kann man aber sagen, dass Sozialpädagogen im Schnitt zwischen 2.000 und 2.500 Euro brutto im Monat verdienen.

Gehaltsbeispiele für Sozialpädagogik

Wir haben dir zur besseren Vorstellung ein paar exemplarische Angaben zum Gehalt herausgesucht:

Position

Branche

Alter & Geschlecht

Gehalt (brutto)

Pädagogin

Bildungsinstitutionen

25, weiblich

2.419 Euro

Sozialarbeiterin

Öffentliche Verwaltung, Behörden

27, weiblich

2.005 Euro

Pädagogin

Soziale Einrichtungen

27, weiblich

2.242 Euro

Pädagoge

Bildungsinstitutionen

32, männlich

2.333 Euro

Pädagoge

Soziale Einrichtungen

37, männlich

2.158 Euro

Quelle: Gehalt.de

Aber denke dran: Diese Zahlen sind nur exemplarisch! Nutze sie ruhig zur Orientierung für deine eigene Gehaltsverhandlung, aber beharre nicht auf eine bestimmte Mindestangabe. Denn wie schon oben geschrieben: Es spielen eine Menge Faktoren in dein Gehalt ein.

Master Sozialpädagogik

Auf einen Blick

Dauer: 4 Semester

Form:

  • Vollzeit
  • berufsbegleitendes Präsenzstudium

Abschluss:

  • Master of Arts (M.A.)
  • Master of Education (M.Ed.)

Voraussetzungen

Formal:

  • Abgeschlossenes Bachelorstudium Sozialpädagogik oder
  • Abgeschlossenes Bachelorstudium in einem verwandten Bereich
  • Evtl. eine Mindestnote im Bachelor von 2,5

Persönlich:

  • Freude am Umgang mit Menschen
  • Draht zu Kindern und Jugendlichen
  • Empathie
  • Kommunikationsgabe
  • Psychische Belastbarkeit
  • Sicheres Auftreten

Im Master Sozialpädagogik hast du die Möglichkeit, dich ganz auf die Inhalte zu konzentrieren, die dich am meisten interessieren. Für den Berufseinstieg reicht normalerweise der Bachelorabschluss, aber wenn du Führungsaufgaben übernehmen oder in die Forschung willst, lohnt es sich, den Master noch dran zu hängen.

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