Was soll ich studieren?

Studieren?

Von der Schule in den Hörsaal

Es ist geschafft! Das Abi ist bestanden, das Schultor öffnet sich und die Welt liegt vor dir. Nun fragst du dich: „Soll ich studieren? Und wenn ja, was?“ Auf dieser Seite möchten wir dir helfen, diese Fragen zu beantworten.

Viele Abiturienten wissen nach den bestandenen Prüfungen noch überhaupt nicht, was sie denn nun studieren wollen. Die wachsende Zahl an Studiengängen macht es einem auch nicht unbedingt leichter. Dabei gibt es Mittel und Wege, herauszufinden, was denn das geeignete Fach sein könnte. Zunächst einmal sollte man aber zwischen den unterschiedlichen Fragetypen unterscheiden.

…ich weiß, welchen Beruf ich einmal ausüben will, aber wie finde ich das passende Studium dazu?

Nur auf den ersten Blick ist diese Frage leicht zu beantworten. Natürlich gibt es Berufe, denen man relativ eindeutig bestimmte Studiengänge zuordnen zu können meint. Wer Anwalt werden will, der studiert am besten Jura, für den Berufswunsch Arzt, ist Medizin bestimmt nicht die schlechteste Wahl. Doch sollte man nicht verkennen, wie ausdifferenziert viele Studiengänge inzwischen sind. So ist es ein erheblicher Unterschied, ob man beispielsweise Sportwissenschaft oder Sportmanagement studiert. Letzteres widmet sich vor allem den ökonomischen und Marketing-Aspekten im Sportgeschehen und findet weniger in der Turnhalle, als im Hörsaal statt. Wenn du es aber noch genauer wissen willst, dann schau doch einfach mal auf unserem ausführlichen Portal Sport-Studieren.de vorbei. Dort findest du alle Informationen rund um das Thema Sportstudium.
Gerade wenn du sehr genaue Vorstellungen davon haben solltest, welchen Beruf du ausüben möchtest, empfiehlt es sich, die Studienberatungen verschiedener Hochschulen aufzusuchen. Dort wirst du in der Regel genaue Auskünfte darüber bekommen, welcher Studienweg der für dich beste ist.

…ich weiß noch gar nicht, in welche Richtung ich studieren soll.

Zunächst mal solltest du dich ehrlich fragen, ob es wirklich ein Studium sein muss. In vielen Wirtschaftszweigen wird heute nach kompetenten Auszubildenden gesucht, vielfach ist das auch mit entsprechenden Gegenleistungen des Betriebes verbunden, wie etwa Übernahmegarantien nach erfolgreichem Abschluss oder finanzielle Anreize neben einem festen Ausbildungsgehalt.

Wer sich trotzdem für ein Studium interessiert, aber noch nicht weiß, was es genau werden soll, dem sei geraten, sich an das Berufsinformationszentrum (BIZ) der örtlichen Arbeitsagentur zu wenden. Man kann dort entweder einen festen Termin für eine persönliche Beratung vereinbaren, oder aber einfach eine der regelmäßigen Informationsveranstaltungen für Abiturienten besuchen.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, einen sogenannten Berufswahltest durchzuführen. Hier werden deine Noten, Interessen, deine Selbsteinschätzung und deine Sympathien für Berufe abgefragt. Im Ergebnis werden dir dann bestimmte Berufe angezeigt, die zu deinem Profil passen würden. Zu beachten ist allerdings, dass manche Angebote kostenpflichtig sind. Hier geht es zum kostenpflichtigen Test des Anbieters Explorix.

Eine andere Möglichkeit ist der Besuch einer Abiturienten-Messe, wie zum Beispiel der EinstiegAbi. Diese Messen sind extra für Schüler bzw. Abiturienten gemacht und geben einen breiten Überblick: Hier stellen sich nicht nur Ausbildungsbetriebe vor, sondern auch öffentliche wie private Hochschulen oder andere Bildungsanbieter. Dort kann man sich eingehender zu bestimmten Berufen oder Studiengängen beraten lassen.

…wie kann ich ein Studium mit einer berufspraktischen Ausbildung verbinden?

Wenn du vor der großen Freiheit der Universität eher zurückschreckst und eine berufspraktische Ausbildung mit akademischen Anspruch vorziehst, dann könnte das sogenannte Duale Studium etwas für dich sein. Hier bieten Unternehmen häufig in Zusammenarbeit mit bestimmten Hochschulen Ausbildungsprogramme an, die in ein Hochschulstudium integriert sind. Du arbeitest zwar sozusagen als Auszubildender im Unternehmen mit, durchläufst aber zusätzlich eine akademische Ausbildung. Am Ende steht in der Regel ein anerkannter Hochschulabschluss. Die Vorteile sind klar zu benennen: Meistens beziehst du ein Ausbildungsgehalt und die Chancen auf Übernahme stehen sehr gut. Andererseits wirst du ein extrem getaktetes Ausbildungsprogramm durchlaufen, das dir nur selten die Freiheiten gewähren wird, die dir ein Studium an einer öffentlichen Hochschule ermöglicht. Mittlerweile bieten aber viele Firmen Plätze für duale Studiengänge an, darunter auch so namhafte Firmen wie die Nord LB, die Allianz, Bayer oder die Rewe-Group. Interesse? Dann schau am besten einfach mal in unsere große Studienplatzbörse auf dem Wegweiser-Duales-Studium.de.

…soll ich nach Neigung oder mit Blick auf die späteren Job-Perspektiven studieren?

Auch das ist eine oft gestellte Frage. Häufig sind bestimmte Fächer als sog. „brotlose Kunst“ verschrien. Das Klischee lautet, Absolventen technischer bzw. informatischer Studiengänge, hätten es später leichter, einen Job zu finden. Da mag etwas dran sein. Fakt ist aber, dass der Arbeitsmarkt für Akademiker generell sehr gut aussieht. Im Schnitt findet weit über 90 Prozent aller Uni-Absolventen im Verlauf eines Jahres eine entsprechende Stelle. Natürlich sind bestimmte Fachkräfte gesuchter als andere, dennoch ist es ein Risiko, sich für ein Studiengang alleine aufgrund der vermeintlichen Karrierechancen zu entscheiden. Solltest du nämlich im Verlaufe des Studiums feststellen, dass das gewählte Fach überhaupt nicht dein Fall ist, hast du nicht nur nichts gewonnen, sondern im Grunde nur Zeit verloren. Hier gilt es, sich die entsprechenden Studienverlaufspläne der infrage kommenden Studiengänge einmal genau anzuschauen und dann zu entscheiden: “Kann ich das schaffen?“

Schließlich kannst du bereits während deines Studiums schon viel dafür tun, dich für potentielle Arbeitgeber interessant zu machen, etwa durch Praktika oder dem Erwerb weiterer Zusatzqualifikationen. Nicht selten ergibt sich auch die Chance, als studentische Hilfskraft bei einem Arbeitgeber unter zu kommen, der einen nach dem Examen in eine volle Stelle übernimmt. Der Akademiker als Taxifahrer ist ein weitverbreitetes Klischee, das mit der Wirklichkeit nicht unbedingt viel gemein hat.

Tipp

Viele Hochschulen veranstalten einen Tag der offenen Tür oder sog. Hochschulinformationstage. Dort stellen sich nicht nur die Fakultäten, sondern auch einzelne Fächer vor. Hier kannst du dir ein erstes Bild von den jeweiligen Studieninhalten machen. Infos zu den Veranstaltungen findest du meistens am schwarzen Brett der jeweiligen Fakultät.

Wusstest du schon?

… dass 80 Pprozent aller Schüler nach dem Abitur ein Studium an einer Hochschule beginnen wollen, aber nur ein Drittel genaue Vorstellungen davon hat, welches es denn werden soll?