So funktioniert dein Studium

Bachelor, Master & Module

Von Lorbeerkränzen, Credits und Modulen

Bachelor? Master? Wir erklären Dir hier, wie so ein Studium eigentlich aufgebaut ist.

Jedes erfolgreiche Studium endet mit einem Abschluss. Dieser Abschluss qualifiziert Dich für ein bestimmtes Berufsfeld. In Deutschland, wie auch in den meisten europäischen Ländern, ist der erste akademische Abschluss der Bachelor. „Bachelor“ leitet sich vom lateinischen „Baccalaureus“ ab, was so viel bedeutet wie „der mit beerenreichem Lorbeer Bekränzte“ – eine Anspielung auf die siegreichen olympischen Athleten.
In der Regel beträgt die Dauer eines Bachelorstudiums zwischen sechs und acht Semester. Ein Semester setzt sich zusammen aus drei Monaten, in denen Lehrveranstaltungen stattfinden, und drei Monaten sogenannter „vorlesungsfreier Zeit“, in der Du Dich auf Prüfungen vorbereiten kannst und Hausarbeiten schreibst. Wenn wir also von einer Studienzeit von sechs Semestern ausgehen, dann bedeutet das, dass Du für Dein Studium drei Jahre einplanen musst. Bei bestimmten Studiengängen, gerne bei technischen, können aber noch Praxissemester dazu kommen, so dass diese ein oder zwei Semester mehr in Anspruch nehmen können.

Module? Credits? Thesis?

 Zu Beginn Deines Studiums wirst Du mit vielen Begriffen konfrontiert, die für Dein ganzes Studium wichtig sind. Keine Sorge, Du wirst sie schnell drauf und ihre Bedeutung bald verinnerlicht haben. An dieser Stelle geben wir Dir eine kleine Einführung:

Jedes Studium weist eine bestimmte Struktur auf. Bestimmte Themenbereiche müssen zwingend behandelt werden und jede, innerhalb des Studienganges angebotene Veranstaltung wird einem dieser Themenbereiche zugeordnet. Am Anfang des Studiums bekommst Du in der Regel eine Studienordnung, dort wird erläutert, welche Themenbereiche wie intensiv abgehandelt werden müssen. An staatlichen Hochschulen sucht man sich dann entsprechend für jedes Semester Veranstaltungen aus, an vielen privaten Hochschulen steht der genaue Ablauf bzw. Dein Stundenplan schon vor dem ersten Semester fest.

Für Deine Leistungen, egal ob durch aktive Mitarbeit in einer Veranstaltung oder durch eine Prüfungsleistung. Für jedes Modul in Deinem Studium musst Du eine bestimmte Anzahl an Punnkten sammeln, sogenannte Credits. In der Regel hängt davon auch ab, ob Du zur Abschlussprüfung zugelassen wirst. Auch für Deinen Abschluss bekommst Du Credits. Aus der Gesamtzahl der erworbenen Credits ergibt sich dann Deine Abschlussnote.

Am Schluss vieler Bachelor Studiengänge steht das Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit, der sogenannten Thesis. Meistens benötigt man für das Schreiben der Bachelor-Thesis ein ganzes Semester bzw. die Semesterferien. Insofern das Thema nicht bereits vorgegeben ist, wird es meist mit dem Prüfer abgesprochen. Zusätzlich gibt es häufig auch noch Klausuren und/oder mündliche Prüfungen zu bestehen.

 

Verhältnis von Bachelor- und Masterstudenten in Deutschland

  • Bachelor Studiengänge
  • Übrige Studiengänge
  • Master

In Prozent | Quelle: statista.com

Draufsatteln? Der Master

Du hast es geschafft und einen guten Bachelorabschluss hingelegt. Doch welche Alternativen gibt es zum direkten Start ins Berufsleben? Zum Beispiel sich weiter zu qualifizieren und den Master zu machen! Hier hast Du die Möglichkeit, Deine bereits erworbenen Kenntnisse noch einmal zu vertiefen und Dich auf einen besonderen Themenbereich zu spezialisieren. Master-Programme dauern in der Regel noch einmal 4 Semester, also zwei Jahre. Wichtig zu wissen ist, dass die Zulassung zu solchen Programmen meistens eine im Bachelor-Studium erworbene Mindestpunktzahl erfordert. Häufig gibt es aber die Möglichkeit, eine begrenzte Anzahl an fehlenden Credits durch Zusatzveranstaltungen vor oder während des Masterprogramms zu erlangen. Ob es für Dich sinnvoll ist, einen Master zu machen oder nicht, hängt ganz von Dir ab. Es ist sicher richtig, dass der Master , als der höher qualifizierende Abschluss auf dem Arbeitsmarkt gefragter, als der Bachelor ist. Dennoch ist ein guter Bachelor mit einschlägiger Praxis (zum Beispiel durch Praktika) auch nicht zu verachten. Der Master eignet sich prinzipiell vor allem für diejenigen, die gerne wissenschaftlich arbeiten und vor allem den akademischen Anspruch schätzen. Wenn Du Dich also für jede wissenschaftliche Hausarbeit sehr überwinden musstest, dann solltest Du Dir überlegen, ob ein Master-Studium für Dich das Richtige ist.

Bleib informiert!

Wichtige Grundregel für das gesamte Studium: Informiere Dich regelmäßig über mögliche Veränderungen in Deiner Studienordnung oder ausfallende Veranstaltungen, die Du zum Erreichen Deiner erforderlichen Credits brauchst. In der Regel gibt es an den Fakultäten und Lehrstühlen Aushänge und schwarze Bretter für solche Bekanntmachungen. Wer möchte schon böse Überraschungen erleben?