Die richtige Hochschule finden

Auf der Suche

Viele Wege führen nach…?!

Welche Hochschule passt zu mir? Was muss ich beachten? – Wir machen Dich fit für die Suche nach der perfekten Uni!

Hast Du Dich erstmal durch den Dschungel der zahlreichen Studiengänge und Abschlüsse gekämpft, stehst Du vor einer weiteren, nicht unwichtigen Frage. Welche Hochschule passt zu mir? Wo soll ich mich auf meinen Wunsch-Studiengang bewerben? Bei 425 Hochschulen in Deutschland (Quelle: Statistisches Bundesamt) ist das eine wirkliche gute Frage. Wir wollen hier einige Entscheidungshilfen geben, und mögliche Aspekte behandeln, die Dir bei der Beantwortung dieser Frage helfen können.

Grundsätzliches

Für viele beginnt mit der Aufnahme eines Studiums ein neuer Lebensabschnitt – es gilt, eigene Entscheidungen zu treffen und sich möglicherweise vom familiären Umfeld abzunabeln. Da sind vor allem die Hochschulen interessant, die sich in den Großstädten befinden. Tatsächlich weisen die deutschen Großstädte, also Berlin, München, Hamburg und Köln auch die höchsten Zahlen an immatrikulierten Studenten auf. Das liegt aber nicht unbedingt an der Attraktivität der Lehre, sondern könnte ein Hinweis darauf sein, dass auch andere Aspekte bei der Wahl des Studienortes eine Rolle für die angehenden Studenten spielen. Wichtig für Dich könnte es sein, sich über solche Aspekte Gedanken zu machen und Prioritäten zu setzen. Das Studium in einer fremden Großstadt kann vom Freizeitangebot her verlockend sein, doch gleichzeitig drohen hier notorisch hohe Mietpreise und für so manchen stellt ein großes Freizeitangebot eher eine Gefahr für das eigene Studium dar, als eine willkommene Ablenkung.

Massenuni vs. Provinzhochschule

Man kennt die Bilder zum Beispiel aus dem Fernsehen: Überlaufene Hörsäle, Studenten, die auf dem Boden kauern und mit steifen Nacken versuchen einen Blick auf die Leinwand zu erhaschen, an der der Prof gerade einige wichtige prüfungsrelevante Informationen auflistet. Zugegeben, eine Situation, die dem Autor nicht ganz unbekannt ist. Natürlich trifft man vor allem an den großen Universitäten auf solche Momente, sie sind aber dennoch nicht die Regel. Zeit also, hier einmal über die Universitätsgröße ein Wort zu verlieren.

Vor- und Nachteile von „Massenunis“

Die Nachteile einer Massenuni sind ja schnell ausgemacht: Überfüllt, anonym, schwer zu findende Hörsäle – ach, ganze Seminargebäude – und natürlich schlechte Betreuungsverhältnisse, da auf eine Lehrkraft hunderte Studierende kommen. Dennoch, es gibt auch einige Vorteile, wenn , an einer großen Universität studiert.

Da wäre zum einen die Größe der jeweiligen Fakultäten und Institute – ja, das kann auch als Vorteil gesehen werden, denn große Institute beschäftigen in der Regel mehr Lehrkräfte, die wiederum ein breiteres Spektrum an Themenbereichen anbieten können. Dadurch hast du in der Regel eine größere Auswahl an Seminaren und Vorlesungen, bist also eher in der Lage, Veranstaltungen auch nach Interesse auszuwählen.

Weiterhin gilt, dass große Universitäten auch ein größeres Angebot in sozialen Bereichen aufweisen. Vom Uni-Sport über die Hilfe bei der Wohnungssuche bis hin zu den Veranstaltungen der großen Fachschaften oder der Größe der Alumni-Vereine (also die Ehemaligen einer Universität). Von diesem Angebot kannst Du durchaus profitieren.
Nicht zu unterschätzen ist auch, dass es in einer Großstadt leichter sein kann, an einen Studentenjob heranzukommen: vor allem in der Gastronomie wird dort fast immer nach Personal gesucht.

Vor- und Nachteile von kleinen Unis

Natürlich haben auch die kleinen Universitäten so ihre Vorteile: Der Campus ist klein und die Betreuungsverhältnisse zu den Professoren besser. Durch die geringeren Studierendenzahlen ist der Verwaltungsaufwand für die Seminare ebenfalls geringer, was sich insofern auswirkt, als dass zum Beispiel Anmeldungen zu wichtigen Prüfungen oder zentrale Studienberatungstermine um einiges gesitteter ablaufen als an großen Universitäten.

Hochschularten in Deutschland

  • 107 Universitäten
  • 215 Fachhochschulen
  • 52 Kunsthochshculen
  • 29 Verwaltungsfachhochschulen
  • 16 Theologische Hochschulen
  • 6 Pädagogische Hochschulen

Staatlich? Privat?

Seit einigen Jahren entstehen immer mehr private Studienangebote in Deutschland. Die privaten Hochschulen haben sich in vielen Fachbereichen zu einer echten Alternative gegenüber den staatlichen Universitäten entwickelt, wenn sie nicht sogar in bestimmten Bereichen von Anfang an die einzigen Träger eines Studienangebots waren (wie zum Beispiel im Hotelmanagement), ähnliches gilt auch für den Immobilienbereich. Ein wirkliches fachspezifisches Studium jenseits eines BWL-Studiums kombiniert mit mehreren Praktika im entsprechenden Wunschberufsfeld gibt es hier also nur über die private Schiene.

In vielen anderen Fächern hast Du häufig die Qual der Wahl. Die staatlichen Universitäten bieten heute viele verschiedene Bachelor und Master-Programme an, die dir erlauben, dich zu spezialisieren und somit passgenau für ein bestimmtes Tätigkeitsfeld zu studieren. Gleiches gilt natürlich auch für die privaten Hochschulen, die ihre Studienangebote regelmäßig auf „Markttauglichkeit“ überprüfen und ggf. überarbeiten und umstrukturieren. Da der Konkurrenzdruck in diesem Bereich auch eine Rolle spielt, müssen die privaten Anbieter auf die Attraktivität und Qualität ihres Studienprogramms achten. Eine Tatsache, von der vor allem die Studierenden profitieren.

Wir haben hier ein paar Aspekte zusammengestellt, die Du bei der Frage, ob staatlich oder privat, berücksichtigen solltest:

Um es gleich zu sagen: Ja natürlich ist das Studium an einer privaten Hochschule oft eine Frage des Geldes. Es gibt Hochschulen, die Studiengebühren verlangen, für die man auch einen guten Mittelklassewagen kaufen kann. Das gilt aber längst nicht immer und für alle. Doch natürlich müssen private Studienanbieter sehr viel ökonomischer denken, als eine öffentliche Einrichtung, die ja zu weiten Teilen durch Steuern finanziert wird. Solltest Du Dich also mit dem Gedanken beschäftigen, an einer privaten Hochschule zu studieren, wirst Du auch die Frage der Studienfinanzierung beantworten müssen. Auch dabei lassen wir Dich natürlich nicht im Regen stehen. Hier findest Du ein paar interessante Infos von uns zum Thema Studiumfinanzierung.

Natürlich kann Dir eine private Hochschule unter Umständen bessere Studienbedingungen bieten, als eine öffentliche Hochschule. Dennoch gibt es viele Hochschulen und Universitäten, die sich auf bestimmte Fachbereiche spezialisiert haben und an den entsprechenden Lehrstühlen exzellent aufgestellt sind. Vor allem private Akademien und Universitäten bieten häufig zahlreiche Zusatzdienstleistungen – was sich natürlich auch in entsprechend hohen Studiengebühren niederschlägt – die recht attraktiv sein können. Die Bandbreite reicht vom zur Verfügung gestellten IPad über eine große Anzahl an Tutorien bis hin zu speziellen Coachings die vor allem die sog. Soft Skills des Studierenden schulen sollen.

Manchmal kann es sinnvoll sein, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Das gilt in mancher Hinsicht auch für das Studium. Also: Mache Dir vor dem Studium Gedanken darüber, was Du nach dem Studium mit Deinem Abschluss machen willst, bzw., in welchem Bereich Du arbeiten willst. Vor allem die Studiengänge und Abschlüsse an den privaten Hochschulen können in Teilen recht speziell und auf bestimmte Arbeitsbereiche innerhalb des jeweiligen Studienfaches ausgerichtet sein. Ein klassisches Beispiel sind hier auch wieder die Studiengänge, die im Bereich Hotel- und Tourismusgewerbe angesiedelt sind. Hier gibt es diverse Spezifikationen, abhängig davon, ob man Beispielsweise bei einem Reiseanbieter oder im Personalmanagement eines großen Hotels arbeiten möchte. Hier ist es besonders wichtig, sich die Studienpläne der einzelnen Anbieter anzuschauen.

Setze Prioritäten

Du siehst, die Entscheidung für die richtige Hochschule hängt von ganz individuellen Prioritäten ab. Natürlich solltest Du Dich in erster Linie fragen, wo Du die optimalen Studienbedingungen für Dich vorfindest. Dennoch sollten auch davon unabhängige Faktoren eine Rolle spielen dürfen – etwa die Lebensqualität am Hochschulort. Wir raten immer dazu, sich einmal die Zeit zu nehmen und einmal aufzuschreiben, was einem bei der Suche nach der künftigen Hochschule wichtig ist (wozu auch der jeweilige Abschluss zählt, den man machen möchte) und dann gezielt nach den Hochschulen zu suchen, die diese Anforderungen erfüllen. Hat man so eine erste Auswahl getroffen, kann man in einem zweiten Schritt in einem Pro- und Contra-Verfahren vorgehen. Dabei solltest Du aber nicht vergessen, dass auch die meisten Hochschulen Bewerbungs- oder Zulassungsverfahren haben, es also gut ist, sich auf mehrere Studienplätze an unterschiedlichen Orten zu bewerben.

Hochschulwahl