A wie …Akkreditierung

Akkreditierung

Akkreditierungen von Studiengängen sind Prüfungen, die feststellen sollen, ob neue Studiengänge bestimmten Standards entsprechen. Diese werden seit der Einführung von Bachelor und Master durchgeführt. Dafür wurden speziell eingerichtete Agenturen gegründet. Diese Agenturen ersetzen die früher von den Wissenschaftsministerien geregelten Rahmenprüfungsordnungen. Die Akkreditierung kann als eine Qualitätssicherung der Studiengänge gesehen werden. Jedoch ist diese weder verpflichtend noch flächendeckend und hängt von der jeweiligen Akkreditierungsagentur ab. Nach dem aktuellen Stand (13.07.2015) sind bundesweit lediglich 48,9 Prozent der Studiengänge akkreditiert. Ob ein Studiengang akkreditiert ist oder nicht, muss also nichts über seine Qualität aussagen – Interessierte sollten sich in beiden Fällen ein eigenes Bild des Studiengangs machen.
Parallel zur Akkreditierung von Studiengängen gibt es die sogenannte Systemakkreditierung. Hierbei untersuchen die Agenturen nicht mehr die jeweiligen Studiengänge, sondern das interne Qualitätssicherungssystem einer Hochschule. Da die Akkreditierung eines einzelnen Studiengangs (auch Programmakkreditierung genannt) oft lange dauert und teuer ist, haben sich Hochschulen und Politik darauf geeinigt, auf lange Sicht die Systemakkreditierung zu bevorzugen. Nach dem aktuellen Stand (06/2015) besitzen hierzulande 23 Hochschulen und ein Fachbereich eine Systemakkreditierung.